"Wer suchet, der findet" 

 

Meisterarbeit 

Meisterklasse Era Freidzon

 

Die Idee geht auf ein Werk von Jörg Immendorf (1966) zurück, aber noch nie war die Frage über die Identitätssuche und Individualität so entscheidend, so präsent wie heute. Muster und Klischees füllen unsere Umwelt. Neue Hieroglyphen, neue Kryptographie, sei es QR-Code, Emojis oder andere Arten des Nivellierens, Schablonisierens, Generalisierens der menschlichen Individualität, des Besonderen in jedem Menschen sind allgegenwärtig.

 

Seit 1937, dem Jahr der Erfindung des Computers, beherrschen die Technologien nicht nur unsere Umwelt, sondern auch unsere Werte und innere Welt. Unsere Handys sind heute um ein Vielfaches leistungsfähiger, damit sind unsere Möglichkeiten scheinbar gewachsen, aber wie haben wir uns in dieser neuen pauschalierten Welt geändert? Es stellt sich die Frage, welche Gaben bekommen wir mit den neuen Technologien und was das macht mit uns, mit unseren Fähigkeiten, mit unserer Individualität, mit den Facetten unserer einzigartigen Persönlichkeit.

 

Die Antwort kann und wird nicht eindeutig sein.

 

Insofern ist die Aufforderung des QR-Codes als Denkanstoß zu verstehen.

 

"Hört auf zu malen!" 

 

Wenn wir diesen oder auch jeden anderen kreativen Ausdruck lassen, verschwinden wir in der Masse, geben unsere Individualität auf. 

Den Nivellierungen stelle ich die einzigartigen

Fähigkeiten des Individuums und die facettenreiche

(künstlerische) Persönlichkeit entgegen.

 

Das Bild besteht aus 1089 einzelnen Modulen von je 4x4 cm. Sie werden von Magneten gehalten und können dadurch leicht verschoben werden und so auch jederzeit eine andere Information liefern. 

Jedes Modul ist individuell mit zwei von mir entwickelten Techniken bemalt. Diese Techniken funktionieren in dieser Form nur auf Steinpapier.